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Challenge Roth 2010

Drei Tri-Sportler debütieren auf der Langdistanz

 


Am vergangenen Wochenende gingen vier Triathleten des Vfl-Platte Heide bei der mit über 3000 Startern größten und mit 23 Jahren ältesten Triathlon-Langdistanz Veranstaltung an den Start, der Challenge Roth bei Nürnberg.

Am frühen Sonntagmorgen fanden sich Rolf Becker, Robert Gralka, Ole Kostorz und Michael Pehl in der ersten Wechselzone in Hilpoltstein am Main-Donau-Kanal ein, um anschließend 3,8 km schwimmend, 180 km Radfahrend und anschließend 42,2 km laufend jeder für sich zu bewältigen.

Nach dem Profistart um 6:00 starteten die Athleten, die mit Triathlon leider nicht ihre Brötchen verdienen können, in über 15 Startgruppen. So waren die vier heimischen Athleten auch auf vier Startgruppen je nach angepeilter Zielzeit eingeteilt. Als erstes fiel der Startschuss für Robert Gralka um 7:10, bei angenehmen 16°C Luft- und 22°C Wassertemperatur. Das befürchtete Neoprenverbot blieb aufgrund der nicht zu warmen Temperaturen aus. In fünf Minuten Etappen folgten ihm Becker, Pehl und anschließend Kostorz. Als Erster aus dem Wasser war Rolf Becker mit einer fantastischen Zeit von 1:02 auf der 3,8 km langen Strecke. Als nächstes durfte Kostorz nach 1:10 wieder festen Boden unter den Füßen spüren. Es folgten Gralka und Pehl nach jeweils 1:20.
Die nächste Disziplin Radfahren durch das wunderschöne Franken-Land lief für Rolf Becker, wie angesichts der vorherigen Erfolge in der aktuellen Saison zu erwarten war, gut. Die Radstrecke, als eine der schnellsten Radstrecken unter den Langdistanzen bekannt, birgt dennoch einige steile Anstiege, die durch das allerorten am Wegesrand vorzufindende Publikum nahezu ausgebügelt werden. Hier sei speziell der Solarer Berg in Hilpoltstein zu erwähnen. "Gänsehaut pur" überkommt hier den Athleten, der, wie es für die am unteren Teil der Anhöhe ausschaut, in der Menschenmenge verschluckt wird. Aus Sicht des Athleten sind hunderte begeisterter Augen und schiebender Hände gerade nahe genug entfernt. Ein Überholen anderer Radfahrer ist an dieser Stelle inoffiziell verboten, damit jeder "seinen" Augenblick genießen kann.

Noch unter der magischen "fünf-ein-halb Stunden-Marke" (5:28)konnte Becker sein Fahrrad den ehrenamtlichen Helfern in der zweiten Wechselzone übergeben, in die Laufschuhe schlüpfen und den abschließenden Marathon angehen. Kurze Zeit später folgte Gralka mit einer für Ihn angesichts der geringen Radkilometer in diesem Jahr exzellenten Zeit von 5:37. Das häufige gemeinsame Training von Kostorz und Pehl zeigte sich auf der Radstrecke. Obwohl beide durch die unterschiedlichen Start- und Schwimmzeiten fünf Minuten auseinander lagen, gaben beide ihr Rad nach 5:52 wieder ab.

Die vergleichsweise kühlen Temperaturen von 26°C (am vorherigen Wochenende waren es noch an die 40°C) kamen der teils recht tristen Laufstrecke zugute, da hier viele Kilometer entlang des vorher noch durchschwommenen Kanals zu laufen sind. Neu in diesem Jahr: die letzten Kilometer auf der Laufstrecke führen als den Sportlern zugute kommenden Motivation durch die Rother Innenstadt, vorbei an tausenden ausgelassen feiernden Zuschauern. Als erster konnte Michael Pehl seinen Marathon in einer, angesichts der vorher zurückgelegten 180 km langen Radausfahrt, bestzeitverdächtigen Zeit von 3:54 hinter sich bringen. Mit einer neuen persönlichen Marathonbestzeit von 4:04 folgte Kostorz, anschließend Gralka (4:08). Von Krämpfen auf der Laufstrecke geplagt, lief Becker nach 4:53 für den Marathon und einer Gesamtzeit von 11:28 (1389 Gesamt; 356. M40) über die Ziellinie.

Wie angesichts der unterschiedlichen Startzeiten und Leistungen bei den drei Disziplinen nicht zu erwarten, war eine bemerkenswerte Ähnlichkeit in den Gesamtzeiten der verbleibenden drei Trisportler: Kostorz 11:13 (1210. Gesamt; 99. M25), Pehl 11:14 (1223. Gesamt; 301. M40) und Gralka (1231. Gesamt; 310. M40).
Die nächsten zwei Wochen werden für die Athleten zur Regeneration sehr viel ruhiger ausfallen, um den Körper und Geist von den Strapazen der
Triathlon-Großveranstaltung zu erholen. Becker, Kostorz und Pehl, für die die Challenge Roth die erste Ironman-Distanz war waren stark begeistert von der Organisation, dem Wettkampf als auch der Atmosphäre, die den gesamten Landkreis in ihren Bann zieht. Aber auch für Gralka, der schon über etwas mehr Langdistanzerfahrung verfügt, war die Challenge Roth ein herausstechender Wettkampf auf seinem Kerbholz.